Vier Monate nach dem Urteil herrscht weiterhin Unsicherheit.
Vier Monate nachdem der Richter im Eilverfahren entschieden hatte, dass der Zahlungsdienstleister Worldline Verträge mit Coffeeshops nicht einfach kündigen darf, berichten Unternehmer weiterhin von Problemen mit ihren Zahlungstransaktionen. Laut dem Branchenverband Bond van Cannabis Detaillisten (BCD) sind inzwischen über neunzig Meldungen über Stornierungen oder andere Einschränkungen eingegangen.
Die Organisation gibt an, dass die Probleme in Cafés im ganzen Land auftreten und es sich offenbar nicht mehr um Einzelfälle handelt.
Probleme an der Kasse
Neben Stornierungen berichten Unternehmer auch von technischen Problemen mit Zahlungsterminals. So sollen beispielsweise einige Worldline-Terminals bestimmte ausländische Zahlungskarten ablehnen, was laut Branchenangaben zu Verzögerungen an der Kasse, Verwirrung bei den Kunden und in manchen Fällen zu Umsatzeinbußen führt.
Laut BCD ist der Zugang zu regulären Zahlungssystemen für Cafés unerlässlich. Eine geringere Abhängigkeit von Bargeld trägt nicht nur zum reibungslosen Geschäftsbetrieb bei, sondern auch zur Sicherheit von Unternehmern und Mitarbeitern.
Über die Berufung ist noch nicht entschieden.
Die Angelegenheit ist noch nicht abgeschlossen. Die neuen Berichte und Entwicklungen wurden im Berufungsverfahren gegen das frühere Urteil im summarischen Verfahren vorgebracht. Auch die Frage, inwieweit Worldline der früheren Entscheidung des Richters nachkommt, wird geprüft.
Die BCD ruft Unternehmer weiterhin dazu auf, neue Stornierungen oder Probleme mit Zahlungsterminals zu melden. Mithilfe dieser Informationen will die Organisation das Ausmaß des Problems genauer erfassen.
Schlussfolgerung
Der Ausgang des Berufungsverfahrens könnte Auswirkungen auf den Umgang von Zahlungsdienstleistern mit Cafés haben. Bis dahin herrscht Unsicherheit für Unternehmer, die auf elektronische Zahlungen angewiesen sind.
Quelle: coffeeshopbond.nl


