Die irischen Gesundheitsbehörden warnen Festivalbesucher vor der zunehmenden Wirkungsstärke von MDMA und dem Anstieg sogenannter „rosa Pulver“. Jüngste Analysen zeigen, dass sowohl die Dosierung als auch die Zusammensetzung dieser Substanzen immer unberechenbarer werden.
Immer höhere Dosen von MDMA
Die Gesundheitsbehörde (Public Health Agency, PHA) und der Gesundheitsdienst (Health Service Executive, HSE) haben im Vorfeld der Festivalsaison eine gemeinsame Warnung herausgegeben. Daten des HSE-Labors für neue Drogentrends zeigen, dass über 40 Prozent der getesteten MDMA-Proben mehr als 200 Milligramm MDMA enthalten. Diese Dosierung liegt deutlich über dem, was allgemein als durchschnittliche Dosis gilt.
Laut Gesundheitsbehörden erhöht dies das Risiko schwerwiegender Gesundheitsprobleme, darunter Überhitzung, Dehydrierung und Herz-Kreislauf-Komplikationen.
'Tusi' entpuppt sich selten als das, was es zu sein scheint.
Das sogenannte „rosa Kokain“ oder „Tusi“ gibt weiterhin Anlass zur Sorge. Laboruntersuchungen zeigen, dass diese rosa Pulver in der Regel kein Kokain und oft auch kein 2C-B enthalten. Stattdessen finden sich regelmäßig Kombinationen aus MDMA, Ketamin, Koffein und mitunter sogar Nitazenen – hochwirksame synthetische Opioide, die selbst in geringsten Mengen gefährlich sein können.
Aufgrund der variierenden Zusammensetzung ist es für die Konsumenten praktisch unmöglich, im Voraus zu wissen, welche Substanzen sie zu sich nehmen.
Fordern Sie einen Substanztest an
Die PHA und die HSE betonen daher die Wichtigkeit von Drogentests. Durch die vorherige Analyse von Substanzen können gefährliche Stoffe schneller identifiziert werden, und Konsumenten können fundiertere Entscheidungen treffen. Zudem werden die Gesundheitsrisiken des langfristigen Ketaminkonsums, einschließlich schwerer Blasenschäden, erneut hervorgehoben.
Fazit
Die Warnung aus Irland unterstreicht einen breiteren Trend auf dem europäischen Drogenmarkt. Sowohl die Wirkstärke von MDMA als auch die Zusammensetzung rosa Pulver erweisen sich zunehmend als unberechenbar. Die Gesundheitsbehörden betonen daher weiterhin, dass die Prüfung von Substanzen einen wesentlichen Beitrag zur Begrenzung von Gesundheitsrisiken leisten kann.
Quelle: about.hse.ie


