Der Dokumentarfilm Nachtkinder Der Film sorgt in den Niederlanden weiterhin für heftige Debatten. Vor allem die drastischen Bilder und die konfrontativen Themen rufen online geteilte Reaktionen hervor. Während einige Zuschauer finden, der Dokumentarfilm gehe zu weit, argumentieren andere, er zeige die Realität, die den Menschen normalerweise verborgen bleibe.
Der Kriminalreporter John van den Heuvel äußerte sich ebenfalls in einer Sendung von RTL Boulevard zu der Dokumentation. Seinen Angaben zufolge seien die Bilder zwar eindringlich, gleichzeitig halte er es aber für wichtig, dass die Menschen sich weiterhin der Realität stellen.
Van den Heuvel wies darauf hin, dass Drogenkriminalität und Drogenkonsum in den Niederlanden mittlerweile so sichtbar präsent seien, dass sie seiner Meinung nach beinahe zu einem „offenen Markt“ geworden seien. Er erklärte, dass Drogen an vielen Orten leicht erhältlich seien und dass sich dieses Problem längst nicht mehr auf die kriminelle Szene beschränke.
Zudem übte er Kritik an der Diskussion um die Legalisierung. Laut Van den Heuvel sei eine weitere Legalisierung nicht notwendig, da Drogen seiner Ansicht nach bereits weit verbreitet und auf der Straße leicht erhältlich seien.
Inzwischen gibt es eine lebhafte Online-Diskussion über seine Aussagen sowie über den Dokumentarfilm selbst. Einige stimmen ihm voll und ganz zu, während andere glauben, dass Regulierung und Legalisierung tatsächlich zur Verbrechensbekämpfung beitragen können.
Die Diskussion um Nachtkinder zeigt einmal mehr, wie heikel das Thema Drogenpolitik in den Niederlanden nach wie vor ist.


