Während in vielen amerikanischen Bundesstaaten noch über Cannabis und Psychedelika debattiert wird, verfolgt Louisiana einen bemerkenswerten neuen Ansatz.
Die Abgeordneten haben einem Pilotprojekt zur psychedelischen Therapie zugestimmt. Die Mittel stammen aus nationalen Vergleichszahlungen im Zusammenhang mit der Opioidkrise und sollen wissenschaftliche Forschung und klinische Studien finanzieren. Das Programm konzentriert sich unter anderem auf Behandlungen mit Psilocybin, Ibogain und nun auch MDMA.
Der Vorschlag legalisiert keine Psychedelika für den Freizeitgebrauch. Stattdessen soll er Krankenhäuser, Universitäten und Forschungszentren bei kontrollierten klinischen Studien zu Behandlungen von Suchterkrankungen, PTBS, Depressionen und anderen schwer behandelbaren psychischen Störungen unterstützen.
Bemerkenswert ist, dass sowohl das Repräsentantenhaus als auch der Senat dem Vorschlag einstimmig zugestimmt haben. Der Gesetzentwurf liegt nun dem Gouverneur zur weiteren Prüfung vor.
Befürworter sehen darin eine innovative Möglichkeit, einen Teil der Milliarden Dollar aus den Opioid-Vergleichszahlungen für neue Behandlungsmethoden zu verwenden. Kritiker weisen darauf hin, dass weitere wissenschaftliche Forschung nötig ist, bevor diese Therapien in großem Umfang angewendet werden können.
Während Psychedelika jahrelang ausschließlich mit dem Freizeitkonsum in Verbindung gebracht wurden, prüfen heutzutage immer mehr Regierungen mögliche medizinische Anwendungen. Louisiana scheint sich nun dieser wachsenden Bewegung anzuschließen.


