In der amerikanischen Politik ist erneut eine Kontroverse um Cannabis entbrannt. Eine Gruppe Republikaner hat gegen Präsident Donald Trump Klage eingereicht, weil dieser plant, die US-Cannabisgesetzgebung zu lockern. Laut verschiedenen amerikanischen Medien und Cannabis-Plattformen dreht sich der Konflikt hauptsächlich um die mögliche Neueinstufung von Cannabis im Rahmen des Bundesdrogengesetzes.
Früheren Berichten zufolge plant Trump angeblich, Cannabis von Liste I auf Liste III des US-amerikanischen Betäubungsmittelgesetzes hochzustufen. Das mag formalistisch erscheinen, doch in der Cannabisbranche könnte eine solche Änderung enorme Auswirkungen auf Unternehmen, Steuern und die gesamte Industrie haben.
Warum die Republikaner wütend sind
Ein Teil der Republikanischen Partei ist der Ansicht, dass Trump damit zu weit geht. Konservative Anti-Cannabis-Organisationen und Politiker befürchten insbesondere, dass die Lockerung der Regeln letztlich den Weg für eine weitere Legalisierung in den Vereinigten Staaten ebnen wird.
Laut Kritikern versucht Trump, mithilfe seiner präsidialen Macht Änderungen durchzusetzen, ohne die volle Zustimmung des Kongresses einzuholen. Berichten zufolge ist deshalb nun ein Rechtsstreit über die Befugnisse des Präsidenten und die Zukunft der Cannabispolitik in Amerika im Gange.
Cannabis bleibt auf Bundesebene kompliziert
Obwohl mehrere US-Bundesstaaten den Freizeitkonsum von Cannabis inzwischen legalisiert haben, bleibt Cannabis auf Bundesebene offiziell verboten. Dies bereitet Cannabisunternehmen seit Jahren Probleme in Bezug auf Banken, Steuern und Investitionen.
Eine mögliche Einstufung in die Kategorie III könnte für viele Unternehmen enorme finanzielle Auswirkungen haben. Sie würden von einer geringeren Steuerbelastung profitieren und leichteren Zugang zu Standardbankdienstleistungen erhalten. Gleichzeitig bedeutet dies jedoch noch nicht die vollständige Legalisierung von Cannabis in den USA.
Der US-amerikanische Cannabismarkt wächst weiter
Trotz aller politischen Diskussionen wächst die amerikanische Cannabisindustrie weiterhin rasant. Große Cannabisunternehmen, Investoren und Marken verfolgen daher insbesondere die Entwicklungen rund um Trump aufmerksam.
In der Szene wird die Situation als ein weiterer wichtiger Moment für die Zukunft von Cannabis in den Vereinigten Staaten gesehen. Denn wenn selbst innerhalb der Republikanischen Partei Uneinigkeit über Cannabis entsteht, zeigt dies nach Ansicht vieler Experten, wie rasant sich die Branche weiterentwickelt.
Zum jetzigen Zeitpunkt scheint klar, dass der Kampf um die Cannabisgesetzgebung in Amerika noch lange nicht vorbei ist.
Quelle: cnnbs.nl


